Archiv der Kategorie: Forschung

udtale.de

udtale.de

Dänisch ist nicht schwer, aber diese Aussprache! So empfinden viele, die Dänisch mit Deutsch als Ausgangssprache lernen, ob privat, in der Schule oder an der Universität. Im Projekt Aussprache lehren lernen (ALL) haben Lisa Tulaja und heute die Website udtale.de veröffentlicht, die sich an Sprachinteressierte, Studierende, fortgeschrittene Lernerinnen und Lerner, vor allem aber an Lehrerinnen und Lehrer wendet, die Dänisch als Fremdsprache unterrichten. Auf der Website findet sich eine Fülle von Informationen zur dänischen Phonetik und praktischen Tipps zum Umgang mit Aussprache im Dänischunterricht – immer mit kontrativem Blick auch auf das Deutsche (häufig auch besonders das Norddeutsche).

Auch ohne Praxisbezug interessant sind

  • die eigens entwickelte Kieler Transkription des Dänischen, die dem Prinzip folgt: Gleiche dänische und deutsche Laute immer gleich transkribieren, verschiedene immer verschieden transkribieren!
  • der ebenfalls neu entwickelte Lautschriftkonverter, der automatisierte Übersetzungen zwischen verschiedenen gängigen Transkriptionssystemen für das Dänische ermöglicht.

Dissertation veröffentlicht (Aileen Urban)

Dissertation veröffentlicht (Aileen Urban)

Aileen Urban hat ihre im September 2019 eingereichte und im Januar 2020 verteidigte Dissertation mit dem Titel Innovationen im Sprachkontakt. Multilinguale Praktiken als konzeptuelle Integration in einer konstruktionsgrammatischen Modellierung nun online veröffentlicht (Link). In ihrer Dissertation kombiniert sie die theoretische Perspektive der Diasystematischen Konstruktionsgrammatik mit dem Modell der konzeptuellen Integration nach Fauconnier & Turner und entwickelt auf dieser Grundlage einen neuartigen Ansatz, mit dem sich Ad-hoc-Innovationen im Sprachkontakt im als kognitive Phänomene besser fassen lassen. Dabei zeigt sie auch, dass sich so kategorische Unterschiede zwischen verschiedenen Typen von Kontaktphänomenen in graduelle Abstufungen im Grundsatz sehr ähnlicher Mechanismen auflösen lassen.

GrammArNord startet

Grammatische Arealität in Nordeuropa und Norddeutschland (GrammArNord)

Trotz der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie ist Anfang März das Projekt Grammatische Arealität in Nordeuropa und Norddeutschland (GrammArNord) gestartet. Das Projekt untersucht grammatische Gemeinsamkeiten nordischer und norddeutscher Varietäten aus areal- und kontaktlinguistischer Perspektive. Besonders im Fokus stehen dabei arealbildende morphologische und syntaktische Merkmale auf im Nonstandardbereich, also zum Beispiel in Dialekten. Ziel ist die Erfassung, Beschreibung und Kartierung solcher arealer Merkmale in einem kleinen sprachübergreifenden digitalen Sprachatlas.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen sind Sabrina Goll und Nina Sternitzke. Als studentische Hilfskraft ist Sarah Paetzke beteiligt.

Das Projekt wird bis Februar 2023 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Zu den Kooperationspartnern gehört unter anderem auch der Fachinformationsdienst Nordeuropa an der Universitätsbibliothek Kiel.

Constructions in the Nordics 1 (CxGN 1)

Am 24. und 25. 10. 2019 hat in Kiel der Workshop Constructions in the Nordics 1 (CxGN 1) stattgefunden, an dem Konstruktionsgrammatiker teilgenommen haben, die in den nordischen Ländern oder zu den nordischen Sprachen arbeiten.

Die Konstruktionsgrammatik ist im Norden stark vertreten, verfügt aber bisher noch nicht über ein eigenes Format für den wissenschaftlichen Austausch. Der Workshop bildete deshalb auch den Auftakt für eine Reihe, die im kommenden Jahr in Göteborg fortgesetzt wird (CxGN 2, Universität Göteborg, 16.–17. November 2020).

Die CAU Kiel hat den Workshop über ihren Internationalisierungsfonds mitfinanziert.