Archiv der Kategorie: Forschung

Nordic Research on Accent, Acceptability and Acquisition (NordAc³)

Der Abschlussworkshop des Projekts Dänisch als Nachbarsprache (dans): Aussprachekompetenz im schulischen Dänischunterricht (2015–2018) wird am 21. und 22. März 2019 unter dem Titel Nordic Research on Accent, Acceptability and Acquisition (NordAc³) stattfinden. Dabei geht es besonders um

  1. current empirical findings:
    • Which perspectives on L2 pronunciation, including the use of listener ratings, are being discussed in current studies?
    • Which fundamental implications for teaching purposes can be drawn from recent L2 pronunciation studies?
  2. methodological aspects:
    • How can different dimensions of pronunciation (especially acceptability) be defined and measured?
    • How can the mutual influence of different dimensions be measured, e.g. the influence of accent on acceptability?
  3. the relevance of research on L2 pronunciation for teaching:
    • What do teachers need to know? What should we teach teachers?
    • Which aspects of L2 pronunciation in general and which language-specific phenomena in particular should be part of teacher education?
Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Call for papers.

Konstruktionsgrammatik på svenska

Entrance hall of Uppsala University main buildingBei der Konferenz Svenskans beskrivning 38 (Uppsala universitet, 25. bis 27. Oktober 2017) habe ich gemeinsam mit Benjamin Lyngfelt (Göteborgs universitet) und Joel Olofsson (Göteborgs universitet/Högskolan Väst) einen thematischen Workshop Konstruktionsgrammatik på svenska geleitet. Dabei wurde im Rahmen verschiedener konstruktionsgrammatischer Ansätze ein breites Spektrum aktueller Fragestellungen mit Bezug zum Schwedischen diskutiert, allen voran von Jan-Ola Östman (ehemals Helsingfors universitet/Helsingin yliopisto), der den Workshop als eingeladener Redner eröffnet hat.

Camilla Wide (Åbo/Turku) und Camilla Lindholm (Helsingfors/Helsinki)

Steffen Höder (Kiel)

Ich selbst habe einen Vortrag mit dem Titel Jahaja nämen vafan – interjektioner som konstruktionsgrammatiska godbitar beigesteuert, in dem ich gezeigt habe, dass schwedische Interjektionen genau wie andere sprachliche Strukturen als (Klassen von) Konstruktionen analysiert werden können, dass dazu aber das konstruktionsgrammatische Beschreibungsinstrumentarium erweitert werden muss, nämlich vor allem auf der Formseite, die durch unterschiedliche Typen von phonologischer Schematizität geprägt ist.

Posterpreis der DGFF für Lisa Tulaja

bild2Beim 27. Kongress der DGFF („Sprachen lernen integriert – global, regional, lokal“) in Jena (27. bis 30. September 2017) ist das Poster Wichtige Aussprache, unwichtige Fehler. Evidenzbasierte Forschung zur Aussprache im schulischen Dänischunterricht von Lisa Tulaja aus meinem Projekt Dänisch als Nachbarsprache mit einem Posterpreis prämiert worden. Herzlichen Glückwunsch!

 

ATdS 2017

Vom 27. bis zum 29. September 2017 findet in Kiel die 23. Arbeitstagung der Skandinavistik statt, bei der ein recht umfangreiches Programm aus allen Fachteilen geboten wird.

Aus linguistischer Sicht steht Julia Prentice’ Plenarvortrag Infrastruktur för svensk andraspråksforskning (och annan svensk språkforskning). Möten mellan andraspråksforskning och datalingvistik im Vordergrund, der inhaltlich auch Anknüpfungspunkte für die drei Arbeitskreise mit linguistischer Beteiligung bietet.

Der Arbeitskreis Digital Humanities in der Skandinavistik (Leitung: Ruth Sindt und ich) thematisiert neue Chancen, die sich für alle Bereiche der Skandinavistik und der Nordeuropaforschung insgesamt aus der Digitalisierung ergeben. Dazu gehören unter anderem auch Beiträge zu Sprachkorpora, digitaler Editionsphilologie, Metadatenmanagement. Ruth Sindt und ich führen mit einem Beitrag Digital Humanities: Modeerscheinung oder echte Chance? ein.

Aus dem Kieler dans-Projekt hat sich ein Arbeitskreis zu Sprachdidaktik und Zweitspracherwerb ergeben (Leitung: Lisa Tulaja und ich). Hier geht es um unterschiedliche Facetten von (zumeist gesteuertem) Zweitspracherwerb in unterschiedlichen Kontexten. Die Beiträge beschäftigen sich entsprechend mit Spracherwerb in Norwegen, Schweden und Deutschland, mit einem Block von Beiträgen zum schulischen Dänischerwerb in Schleswig-Holstein. Hierzu gehören auch (aus dem dans-Projekt) mein Vortrag mit dem Titel Schulfach Dänisch: Linguistische Anmerkungen zu einem doppelten Kuriosum und Lisa Tulajas Vortrag zu Aussprache im schulischen Dänischunterricht. Fehlerklassifikation und -analyse.

Zusätzlich gibt es einen thematisch offenen Arbeitskreis Sprachwissenschaft (Leitung: Christer Lindqvist und ich) mit ganz unterschiedlichen Beiträgen, unter anderem mein Vortrag Das Südschleswiger Südjütisch im Spiegel der Wenker-Daten. Aus Kiel werden außerdem Sabrina Schütz (Bestandsaufnahme des Südschleswigdänischen aus dialektologischer Perspektive. Forschungsdesign und erste Ergebnisse) und Aileen Urban (Konstruktionsgrammatik und Codeswitching) aus ihrer Arbeit berichten.

 

neue Mitarbeiterin: nachhaltige Nutzbarkeit skandinavischer Sprachkorpora

Seit dem 1. 8. 2017 ist Iben Nyholm Debess Mitarbeiterin in einem neuen einjährigen Projekt (Nachhaltige Nutzbarkeit skandinavischer Sprachkorpora), das beim Fachinformationsdienst Nordeuropa angesiedelt ist und unter meiner fachlichen Leitung steht. In diesem Projekt geht es um die Aufbereitung älterer skandinavischer Sprachkorpora, die technisch und inhaltlich auf einen Stand gebracht werden sollen, der den Ansprüchen heutiger Korpuslinguistik an Transkription, Annotation und Dokumentation genügt. Das Projekt arbeitet dabei mit dem Hamburger Zentrum für Sprachkorpora zusammen. Die aufbereiteten Korpora sollen nach Abschluss des Projekts über den Fachinformationsdienst online zugänglich gemacht werden.