Archiv der Kategorie: Forschung

Neuerscheinung: Constructions in Contact

Neuerscheinung: Constructions in ContactDer Sammelband Constructions in Contact. Constructional perspectives on contact phenomena in Germanic languages (herausgegeben von Hans Boas und mir) ist nun als E-Book erschienen. Die Printversion erscheint noch im Dezember. Der Band enthält neben konstruktionsgrammatischen Beiträgen zu germanischen Sprachen in verschiedenen Kontaktsituationen auch einen aktuellen theoretischen Artikel zur Diasystematischen Konstruktionsgrammatik.

Boas, Hans & Steffen Höder (Hgg.). 2018. Constructions in contact. Constructional perspectives on contact phenomena in Germanic languages (Constructional Approaches to Language 24). Amsterdam/Philadelphia: Benjamins.

Inhalt

The last three decades have seen the emergence of Construction Grammar as a major research paradigm in linguistics. At the same time, very few researchers have taken a constructionist perspective on language contact phenomena. This volume brings together, for the first time, a broad range of original contributions providing insights into language contact phenomena from a constructionist perspective. Focusing primarily on Germanic languages, the papers in this volume demonstrate how the notion of construction can be fruitfully applied to investigate how a range of different language contact phenomena can be systematically analyzed from the perspectives of both form and meaning.

Part I. Constructions in contact

Construction Grammar and language contact: An introduction (Hans C. Boas & Steffen Höder)

Grammar is community-specific: Background and basic concepts of Diasystematic Construction Grammar (Steffen Höder)

Part II. Constructional variation and change in contact

Towards a constructional analysis of the progressive aspect in Texas German (Margaret Blevins)

Tense and aspect marking in (Low) German perfect constructions based on variety contact (Kathrin Weber)

Distributional assimilation in constructional semantics: On contact-related semantic shifts in Afrikaans three-argument constructions (Timothy Colleman)

Part III. Item-based patterns and constructional generalizations in contact

Constructions as cross-linguistic generalizations over instances: Passive patterns in contact (Jan-Ola Östman)

Texas German and English word order constructions in contact (Ryan Dux)

Part IV. Semantic frames in contact

A constructional account of the modal particle ‘ja’ in Texas German (Hans C. Boas)

Frames change in language contact environments: A case study of schleichen (‘to sneak’) and kommen (‘to come’) (David Hünlich)

Nordic Research on Accent, Acceptability and Acquisition (NordAc³)

Der Abschlussworkshop des Projekts Dänisch als Nachbarsprache (dans): Aussprachekompetenz im schulischen Dänischunterricht (2015–2018) wird am 21. und 22. März 2019 unter dem Titel Nordic Research on Accent, Acceptability and Acquisition (NordAc³) stattfinden. Dabei geht es besonders um

  1. current empirical findings:
    • Which perspectives on L2 pronunciation, including the use of listener ratings, are being discussed in current studies?
    • Which fundamental implications for teaching purposes can be drawn from recent L2 pronunciation studies?
  2. methodological aspects:
    • How can different dimensions of pronunciation (especially acceptability) be defined and measured?
    • How can the mutual influence of different dimensions be measured, e.g. the influence of accent on acceptability?
  3. the relevance of research on L2 pronunciation for teaching:
    • What do teachers need to know? What should we teach teachers?
    • Which aspects of L2 pronunciation in general and which language-specific phenomena in particular should be part of teacher education?
Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Call for papers.

Konstruktionsgrammatik på svenska

Entrance hall of Uppsala University main buildingBei der Konferenz Svenskans beskrivning 38 (Uppsala universitet, 25. bis 27. Oktober 2017) habe ich gemeinsam mit Benjamin Lyngfelt (Göteborgs universitet) und Joel Olofsson (Göteborgs universitet/Högskolan Väst) einen thematischen Workshop Konstruktionsgrammatik på svenska geleitet. Dabei wurde im Rahmen verschiedener konstruktionsgrammatischer Ansätze ein breites Spektrum aktueller Fragestellungen mit Bezug zum Schwedischen diskutiert, allen voran von Jan-Ola Östman (ehemals Helsingfors universitet/Helsingin yliopisto), der den Workshop als eingeladener Redner eröffnet hat.

Camilla Wide (Åbo/Turku) und Camilla Lindholm (Helsingfors/Helsinki)

Steffen Höder (Kiel)

Ich selbst habe einen Vortrag mit dem Titel Jahaja nämen vafan – interjektioner som konstruktionsgrammatiska godbitar beigesteuert, in dem ich gezeigt habe, dass schwedische Interjektionen genau wie andere sprachliche Strukturen als (Klassen von) Konstruktionen analysiert werden können, dass dazu aber das konstruktionsgrammatische Beschreibungsinstrumentarium erweitert werden muss, nämlich vor allem auf der Formseite, die durch unterschiedliche Typen von phonologischer Schematizität geprägt ist.

Posterpreis der DGFF für Lisa Tulaja

bild2Beim 27. Kongress der DGFF („Sprachen lernen integriert – global, regional, lokal“) in Jena (27. bis 30. September 2017) ist das Poster Wichtige Aussprache, unwichtige Fehler. Evidenzbasierte Forschung zur Aussprache im schulischen Dänischunterricht von Lisa Tulaja aus meinem Projekt Dänisch als Nachbarsprache mit einem Posterpreis prämiert worden. Herzlichen Glückwunsch!

 

ATdS 2017

ATdS 2017Vom 27. bis zum 29. September 2017 findet in Kiel die 23. Arbeitstagung der Skandinavistik statt, bei der ein recht umfangreiches Programm aus allen Fachteilen geboten wird.

Aus linguistischer Sicht steht Julia Prentice’ Plenarvortrag Infrastruktur för svensk andraspråksforskning (och annan svensk språkforskning). Möten mellan andraspråksforskning och datalingvistik im Vordergrund, der inhaltlich auch Anknüpfungspunkte für die drei Arbeitskreise mit linguistischer Beteiligung bietet.

Der Arbeitskreis Digital Humanities in der Skandinavistik (Leitung: Ruth Sindt und ich) thematisiert neue Chancen, die sich für alle Bereiche der Skandinavistik und der Nordeuropaforschung insgesamt aus der Digitalisierung ergeben. Dazu gehören unter anderem auch Beiträge zu Sprachkorpora, digitaler Editionsphilologie, Metadatenmanagement. Ruth Sindt und ich führen mit einem Beitrag Digital Humanities: Modeerscheinung oder echte Chance? ein.

Aus dem Kieler dans-Projekt hat sich ein Arbeitskreis zu Sprachdidaktik und Zweitspracherwerb ergeben (Leitung: Lisa Tulaja und ich). Hier geht es um unterschiedliche Facetten von (zumeist gesteuertem) Zweitspracherwerb in unterschiedlichen Kontexten. Die Beiträge beschäftigen sich entsprechend mit Spracherwerb in Norwegen, Schweden und Deutschland, mit einem Block von Beiträgen zum schulischen Dänischerwerb in Schleswig-Holstein. Hierzu gehören auch (aus dem dans-Projekt) mein Vortrag mit dem Titel Schulfach Dänisch: Linguistische Anmerkungen zu einem doppelten Kuriosum und Lisa Tulajas Vortrag zu Aussprache im schulischen Dänischunterricht. Fehlerklassifikation und -analyse.

Zusätzlich gibt es einen thematisch offenen Arbeitskreis Sprachwissenschaft (Leitung: Christer Lindqvist und ich) mit ganz unterschiedlichen Beiträgen, unter anderem mein Vortrag Das Südschleswiger Südjütisch im Spiegel der Wenker-Daten. Aus Kiel werden außerdem Sabrina Schütz (Bestandsaufnahme des Südschleswigdänischen aus dialektologischer Perspektive. Forschungsdesign und erste Ergebnisse) und Aileen Urban (Konstruktionsgrammatik und Codeswitching) aus ihrer Arbeit berichten.