Linguistischer Workshop (WS 2018/19)

Am Sonnabend, dem 19. 1., von 10.00 bis 15.00 Uhr findet der Linguistische Workshop des Wintersemesters 2018/19 statt (LS1 Klaus-Murmann-Hörsaal). Dabei präsentieren und diskutieren Skandinavistik- und Dänischstudierende ihre Arbeit aus den sprachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen sowie Abschlussarbeiten. Außerdem gibt es einen Ausblick auf das Lehrangebot des kommenden Semesters.

Alle Interessierten sind willkommen!

Programm

(Organisation: Katja Bethke-Prange)

10.00Begrüßung (Steffen Höder)
10.05Seminarberichte (Katja Bethke-Prange, Sabrina Goll, Steffen Höder)
10.20Vortrag: Erfahrungsbericht Dänisch (Lehramt) (Lena Prenzler)
10.40Vortrag: Lautliche Schemata in der isländischen Substantivflexion (Anna Hagel)
11.00Ausspracheübung 1
11.10Pause
11.25Bericht zur projektorientierten Forschung: Die Cityscape von Flensburg, Kiel, und Hamburg – eine kontrastive Linguistic-Landscape-Analyse (Esther Breininger)
11.40Vortrag: Modalverben im Dänischen und Norwegischen eine kontrastive Analyse (Jana Peter)
12.00Ausspracheübung 2
12.10Postersession 1
12.50Pause
13.05Vortrag: Französische Entlehnungen im Dänischen – eine Bestandsaufnahme (Alessa Bösche)
13.25Postersession 2
14.05Ausblick SS 2019 (Katja Bethke-Prange, Sabrina Goll, Steffen Höder)
14.20Abschluss

neue Hilfskraft: Laura Steggewentze

Anfang Januar 2019 hat Laura Steggewentze die Nachfolge von Johanna Nickel als Hilfskraft in der skandinavistischen Sprachwissenschaft angetreten. Sie studiert zur Zeit im Bachelor Dänisch und Deutsch auf Lehramt.

Johanna Nickel war drei Jahre lang (mit einer Unterbrechung für einen Auslandsaufenthalt) als Hilfskraft tätig und unentbehrlich – vielen Dank noch einmal, Johanna!

Neuerscheinung: Constructions in Contact

Neuerscheinung: Constructions in ContactDer Sammelband Constructions in Contact. Constructional perspectives on contact phenomena in Germanic languages (herausgegeben von Hans Boas und mir) ist nun als E-Book erschienen. Die Printversion erscheint noch im Dezember. Der Band enthält neben konstruktionsgrammatischen Beiträgen zu germanischen Sprachen in verschiedenen Kontaktsituationen auch einen aktuellen theoretischen Artikel zur Diasystematischen Konstruktionsgrammatik.

Boas, Hans & Steffen Höder (Hgg.). 2018. Constructions in contact. Constructional perspectives on contact phenomena in Germanic languages (Constructional Approaches to Language 24). Amsterdam/Philadelphia: Benjamins.

Inhalt

The last three decades have seen the emergence of Construction Grammar as a major research paradigm in linguistics. At the same time, very few researchers have taken a constructionist perspective on language contact phenomena. This volume brings together, for the first time, a broad range of original contributions providing insights into language contact phenomena from a constructionist perspective. Focusing primarily on Germanic languages, the papers in this volume demonstrate how the notion of construction can be fruitfully applied to investigate how a range of different language contact phenomena can be systematically analyzed from the perspectives of both form and meaning.

Part I. Constructions in contact

Construction Grammar and language contact: An introduction (Hans C. Boas & Steffen Höder)

Grammar is community-specific: Background and basic concepts of Diasystematic Construction Grammar (Steffen Höder)

Part II. Constructional variation and change in contact

Towards a constructional analysis of the progressive aspect in Texas German (Margaret Blevins)

Tense and aspect marking in (Low) German perfect constructions based on variety contact (Kathrin Weber)

Distributional assimilation in constructional semantics: On contact-related semantic shifts in Afrikaans three-argument constructions (Timothy Colleman)

Part III. Item-based patterns and constructional generalizations in contact

Constructions as cross-linguistic generalizations over instances: Passive patterns in contact (Jan-Ola Östman)

Texas German and English word order constructions in contact (Ryan Dux)

Part IV. Semantic frames in contact

A constructional account of the modal particle ‘ja’ in Texas German (Hans C. Boas)

Frames change in language contact environments: A case study of schleichen (‘to sneak’) and kommen (‘to come’) (David Hünlich)

Stellenausschreibung: studentische/wissenschaftliche Hilfskraft, Informationskompetenz

Zum 1. März 2019 ist am Institut für Skandinavistik, Frisistik und Allgemeine Sprachwissenschaft die Stelle einer wissenschaftlichen oder studentischen Hilfskraft zu besetzen. Es handelt sich um eine halbe Stelle mit 19 Arbeitsstunden im Monat für studentische Hilfskräfte und 17 Arbeitsstunden im Monat für wissenschaftliche Hilfskräfte. Die Hilfskraft soll die Informationskompetenz der Studierenden in den Fächern Dänisch und Skandinavistik in Zusammenarbeit mit Lehrenden und Bibliotheken stärken. Dazu gehören insbesondere

  • die Mitarbeit bei der Konzeption von Veranstaltungen zu skandinavistischen Bibliotheksangeboten und fachspezifischen Recherchetechniken;
  • die selbständige Durchführung solcher Veranstaltungen im Rahmen von Lehrveranstaltungen in den Bachelormodulen der einzelnen Fachteile (Module 1 und 2).

Erwartet werden didaktisches Geschick und Teamfähigkeit, die Bereitschaft zu konzeptioneller Arbeit sowie Interesse an der Arbeit mit digitalen Ressourcen und Medien.

Bewerbungen von Bachelor- und Masterstudierenden sind erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung bis zum 3. Januar 2019 über das Geschäftszimmer Skandinavistik (LS8 218) an Prof. Dr. Steffen Höder. Für Nachfragen erreichen Sie mich am besten per Mail (s.hoeder@isfas.uni-kiel.de).

Gastvorträge im November 2018

Im November finden zwei Gastvorträge in der skandinavistischen Sprachwissenschaft statt, die sich mit Minderheitensprachen beschäftigten. Alle Interessierten sind herzlich willlkommen!

  • Am Freitag, 2. 11., spricht Guro Nore Fløgstad (Universitetet i Sørøst-Norge) zum Thema Skandoromani: Et språk som alle andre? Om blandingsspråk og bruksbasert teori. Skandoromani ist eine einheimische Minderheitensprache in Norwegen und Schweden, die durch den langen und intensiven Sprachkontakt zwischen nordischen Sprachen und Romanes geprägt ist und im Sprachsystem deutliche Züge von beidem aufweist. Es gibt relativ wenig Forschung zum Skandoromani – ein spanndendes Thema!
    Wann: 12–14
    Wo: LS8 201
  • Am Montag, 19. 11., spricht Jürg Fleischer (Philipps-Universität Marburg) zum Thema Georg Wenker und das Dänische: zum Status von Sprachminderheiten im Sprachatlas des Deutschen Reichs. Bei diesem Atlas geht es um ein dialektologisches Mammutprojekt des späten 19. Jahrhunderts, bei dem in allen Schulorten des damaligen Deutschen Reichs Daten zu den jeweiligen Ortsdialekten erhoben worden – nicht nur des Deutschen, sondern in Nord- und Südschleswig auch des Dänischen.
    Wann: 10-12
    Wo: LS1 209a