Sommersemester 2018

Vorlesung

Sprachwandel und sprachliche Variation

Bachelorvorlesung (alte FPO: SW 2.1: neue FPO: BA Skandinavistik SW 2.1, BA Dänisch SW 2.1).

Die Prüfung (alte FPO) erfolgt nach Absprache.

Das Modul SW 2 (neue FPO) umfasst eine Vorlesung (SW 2.1) und ein Proseminar (SW 2.2). Die Prüfung (neue FPO) bezieht sich sowohl auf die Vorlesung als auch auf das Proseminar.

Voraussetzungen zur Teilnahme: SW 1 und S 1 bzw. S/DK 1 (alte FPO), SW 1 und S 3 bzw. S/DK 3 (neue FPO).

Für Teilnehmer nach alter FPO besteht Anwesenheitspflicht.

Die Teilnahme am Linguistischen Workshop (Sonnabend, 7. 7. 2018, 10–15) ist verbindlich.

Sprache ist nicht nur ein abstraktes Zeichensystem, sondern auch ein soziales Werkzeug. Deshalb wirken sich auch soziale Strukturen und Mechanismen auf Sprache aus: Wir nehmen Moden und Trends auf, reflektieren im Sprachgebrauch veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen und kommunikative Bedürfnisse, markieren unsere Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder distanzieren uns von anderen. In den nordischen Sprachen ebenso wie überall anders spielen solche Faktoren eine entscheidende Rolle dafür, dass die Einzelsprachen keine einheitlichen Systeme darstellen, sondern stark differenziert sind: So sind beispielsweise je nach Region, je nach sozialer Gruppe, je nach Alter, je nach Situation unterschiedliche Formen derselben Sprache gebräuchlich. Gleichzeitig sind die Sprachen ständigem Wandel unterworfen, der sich manchmal schon nach kurzer Zeit, manchmal erst über Jahrhunderte bemerkbar macht. Hier spielen sowohl soziale als auch strukturelle Aspekte eine Rolle. Hinzu kommt der Kontakt zwischen verschiedenen Sprachen, die einander in vielen Konstellationen und auf vielfältige Weise beeinflussen können. Gerade die nordischen Sprachen sind historisch wie gegenwärtig stark durch Sprachkontakte geprägt. Die Vorlesung führt in die Grundlagen von Sprachwandel, innersprachlicher Variation und Sprachkontakt im Kontext der gesellschaftlichen Verankerung von Sprache ein. Dabei werden theoretische Zugänge zur historischen Linguistik, Soziolinguistik und Kontaktlinguistik vermittelt und auf geeignete Fälle in den nordischen Sprachen angewandt.

 

Seminare

Einführung in die Konstruktionsgrammatik für Skandinavisten

Bachelor- und Masterseminar (alte FPO: SW 3, SW 4, SW 5.1/2, SW 6.2/3, SW 7.1/2; neue FPO: BA Skandinavistik SW 3; BA Dänisch SW 3; MA Skandinavistik SW 4, SW 6; MEd Dänisch ME SW 4.1).

Die Teilnahme am Linguistischen Workshop (Sonnabend, 7. 7. 2018, 10–15) ist verbindlich.

Die Konstruktionsgrammatik ist eine in den letzten Jahren immer stärker vertretene Grammatiktheorie, die in ganz unterschiedlichen Bereichen der linguistischen Analyse eingesetzt und zum Teil kontrovers diskutiert wird. Ausgangspunkt ist die Idee, dass sprachliche Strukturen nicht – wie in früheren Theorien angenommen – kategorisch getrennten Teilbereichen des Sprachsystems zuzuordnen sind, sondern sich über alle Strukturebenen hinweg als Kombinationen von Formen und Bedeutungen verstehen lassen. In diesem Seminar setzen Sie sich neben den theoretischen Grundlagen mit verschiedenen Anwendungsbeispielen aus den nordischen Sprachen auseinander. Ziel ist dabei einerseits ein tieferes Verständnis für grundsätzliche Fragen (warum gibt es überhaupt verschiedene Grammatiktheorien? worin unterscheiden sie sich? welche übergreifenden sprachtheoretischen Aspekte sind mit diesen Unterschieden verbunden? welche Fragen werden aktuell diskutiert?), andererseits die eigene Analyse grammatischer Strukturen über Standardwissen hinaus, auch immer mit Bezug auf sprachpraktische Aspekte.

Nordiska språk i kontakt och förändring | Nordiske sprog i kontakt og forandring

Masterseminar (alte FPO: SW 4, SW 5.1/2, SW 6.2/3, SW 7.1/2; neue FPO: MA Skandinavistik SW 5.2, 7, SW 6; MEd Dänisch ME SW 5).

Die Teilnahme am Linguistischen Workshop (Sonnabend, 7. 7. 2018, 10–15) ist verbindlich.

Kursen ges på fastlandsskandinaviska – alla som talar danska, norska eller svenska är välkomna.

De nordiska språken har genom tiderna präglats av språkkontakter och kontaktpåverkad språkförändring, från de allra tidigaste källorna till dagens flerspråkiga samhällen. Kursen ger dels en översikt över olika historiska situationer där språkkontakt har spelat (eller fortfarande spelar) en avgörande roll, och dels behandlar den olika teoretiska perspektiv på kontakt och förändring: Vad betyder egentligen språkkontakt? När kan man säga att språkkontakt leder till diakron förändring? Hur kan man modellera olika aspekter av förändringsprocesser? Samspelar kontakt och andra faktorer, t.ex. strukturella egenskaper av språksystemet? Hur kan man undersöka sådana frågor empiriskt? Kursen är forskningsbaserad. Utöver läsning och diskussion av relevant forskningslitteratur ingår även ett projektarbete där ni ska försöka tillämpa olika forskningsperspektiv på samma situation. I projektarbetet kan Såväl språksociala som strukturella aspekter tas upp, men projekten ska fokusera på språkstrukturen. Syftet med detta tillvägagångssätt är att visa hur olika teoretiska eller metodiska förutsättningar påverkar ens forskningsresultat. Detta innebär också att ni diskuterar olika metateoretiska och metodologiska aspekter.

Eigenständige Lektüren

Eigenständige Lektüre (alte FPO: SW 6.1)

Master (alte FPO: SW 6.1)

Diese Lektüre und die entsprechende Prüfung werden nach Bedarf und Absprache angeboten. Bitte kommen Sie in die Sprechstunde.

Synchrone/Diachrone Sprachwissenschaft

Master (alte FPO: SW 7.3 und 7.4).

Mit den eigenständigen Lektüren üben Sie, sich zwar mit Anleitung, aber in eigener Verantwortung in begrenzte thematische Bereiche einzuarbeiten – eine Schlüsselqualifikation für das wissenschaftliche Arbeiten.

In diesem Fall bearbeiten Sie zwei selbst gewählte Themen aus diachroner bzw. synchroner Perspektive. Geeignete Bereiche, aus denen Sie sich zwei Schwerpunktthemen erarbeiten können, werden gemeinsam mit ersten Literaturhinweisen vorgegeben. Nach Absprache sind auch andere Themen möglich.

Die eigenständigen Lektüren werden mit einer übergreifenden mündlichen Prüfung auf der Grundlage eines Thesenpapiers abgeschlossen, das Sie in Absprache mit mir rechtzeitig einreichen.